Ihr Immobilienmakler in Braunschweig und Wolfenbüttel

„Große Nachfrage bei knappem Angebot“

Immobilienberater Mike Hübner über steigende Preise, Niedrigzinsphase, Bestellerprinzip und Mietpreisbremse

Immobilienmakler Mike Hübner

Herr Hübner, die Miet- und Kaufpreise steigen in Teilen der Region. Welche Auswirkungen hat das auf den Immobilienmarkt?
Wir erwarten auch in naher Zukunft mindestens eine Preisniveaustabilität, wenn nicht sogar weiterhin ansteigende Preise aufgrund großer Nachfrage bei knappem Angebot. Dies ist vor allem in einem hohen Wohnwert in Braunschweig begründet, der sich durch attraktive Arbeitsplätze, kulturelle Vielfalt und ein umfangreiches Freizeitangebot darstellt. Die positive Entwicklung Braunschweigs in den letzten zehn Jahren bildet sich damit auch bei Mieten und Kaufpreisen in der Zukunft stetig ab.

Wie schwierig ist die momentane Lage fur Sie als Immobilienberater?
In der Tat stehen wir als Qualitatsmakler einem begrenzten Angebot gegenüber, das wir Interessenten prasentieren konnen. Aber gerade dabei zeigt sich, wie wichtig bei den derzeitigen Marktverhältnissen ein guter Immobilienberater ist, der sowohl die Interessen des Verkäufers als auch die des Käufers wahrt und faire Konditionen, mit denen beide Parteien zufrieden sind, findet.

Geht es nach der Bundesregierung, wird der Makler bei Vermietung nun von dem bezahlt, der ihn beauftragt. Kritiker fürchten allerdings beim Bestellerprinzip, das am 1. Juni 2015 in Kraft trat, Gesetzeslücken, sodass der Mieter am Ende doch das Nachsehen hat. Was halten Sie von dieser Neuregelung der Courtage?
Ein guter Immobilienmakler ist stets Berater fur beide Parteien. Daher war es gut, dass der Makler bisher von beiden Parteien honoriert wurde. An unserer hohen Beratungs- und Dienstleistungsqualität wird sich durch das Bestellerprinzip aber auch zukünftig nichts ändern.

Wie beurteilen Sie die anhaltende Niedrigzinsphase?
Dank der Niedrigzinsphase leben seit Ende 2013 erstmals mehr Menschen in der Bundesrepublik im Eigentum, als zur Miete. Es gibt zwar immer noch mehr Singlehaushalte, aber dank der Niedrigzinsphase wohnen über 50% der Deutschen im Eigentum. Wer clever finanziert hat, nutzt die Niedrigzinsphase zur schnelleren Entschuldung und kann weiteres Vermögen bilden.

Laut einer Prognose der NBank fehlen im Jahr 2035 in Braunschweig 4.500 Eigenheime und 20.000 Wohnungen, in Wolfsburg sollen es 3.500 Eigenheime und 5.500 Wohnungen sein? Wie bewerten Sie diese Zahlen?
Die Zahlen dürften den Trend richtig beschreiben. Immer mehr Menschen ziehen aus dem Umland in die Metropolen unserer Region und in attraktive Mittelzentren wie beispielsweise Wol- fenbüttel. Eine stetige, vorausschauende Bereitstellung von Bauland durch die Kommunen im Einklang mit zügigen Baugenehmigungsverfahren sind die Voraussetzungen dafür, dass die Bürger sich für unsere Region entscheiden. Ebenso bedeutend ist ein aktives Baulückenmanagement seitens der Kommunen. Immobiliensuchende sind klug beraten, sich sehr frühzeitig mit dem Thema Finanzierung zu befassen, um dann, wenn sie die richtige Immobilie gefunden haben, schnell eine Kaufzusage geben zu können.

Im gesamten alten Regierungsbezirk Braunschweig drohen dagegen im Jahr 2035 rund 35.000 Einfamilienhäuser und 17.000 Mietwohnungen leer zu stehen. Welche Städte der Region sind davon am meisten betroffen? Was bedeutet das für Immobilienbesitzer, die dort leben?
Der Landkreis Helmstedt, der Südkreis Wolfenbüttel und weite Teile des Landkreises Salzgitter werden einen Bewohnerrückgang erleben. Immobilienbesitzer, die wirklich verkaufen wollen, können dem begegnen, in dem sie realistische Preisvorstellungen formulieren und laufend in die Instandhaltung ihrer Immobilien investieren.

Welche Städte und Gemeinden halten Sie aktuell und auch zukünftig für Häuserbauer und -käufer attraktiv? Haben Sie Geheimtipps?
Braunschweig, Wolfsburg und Wolfenbüttel sind nach Aussagen unserer Kunden die beliebtesten Wohnstädte in unserer Region und werden es auch bleiben.

Was sind heute die wichtigsten Kriterien, die man heute beim Kauf einer Immobilie beachten sollte?
Das wichtigste Kriterium ist nach wie vor die Lage. Weiterhin ist wichtig, dass der Kaufpreis der Immobilie auch ihrem Wert entspricht. Um dies festzustellen, kann eine neutrale Wertermittlung, die wir gern für unsere Kunden erstellen, für Interessenten vor einer Kaufentscheidung von Bedeutung sein. Daneben sollte die Finanzierung mit möglichst langfristiger Zinsvereinbarung und hoher Tilgung gestaltet werden, und auch die Rate bei einer angenommenen Zinssteigerung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist tragbar sein.

In 20 Jahren wird es mehr Senioren geben – der Bedarf an kleineren, barrierefreien Wohnungen in städtischer Lage wird steigen. Wie wird diese Entwicklung Städte verändern?
Die „Senioren von heute“ wünschen sich immer mehr, in einer Gemeinschaft zu wohnen. Dies kann entweder in einem durchdacht konzipierten Mehrfamilienhaus mit anteilig barrierefreien Wohnungen sein, oder in Seniorenwohngemeinschaften.

Die Landesregierung diskutiert als Reaktion auf die steigenden Preise in Niedersachsens Groß- und Unistädten eine Mietpreisbremse wie z.B. auch in Berlin und Hamburg. Was halten Sie von dieser Idee?
Die Mietpreisbremse baut keine einzige Wohnung, sondern wird vermutlich zu hoher Rechtsunsicherheit für Vermieter und Mieter führen. Selbst in stark nachgefragten Quartieren wie im östlichen Ringgebiet Braunschweigs sehen wir in ein und derselben Straße gepflegte und laufend instandgehaltene Mehrfamilienhäuser neben Immobilien, die einen Investitionsstau aufweisen, da über Jahre hinweg nicht in die Instandhaltung investiert wurde. Wie hier eine Mietpreisbremse rechtssicher gestaltet werden soll, erschließt sich mir derzeit nicht.

Sie haben bei der NORD/LB in Braunschweig und der Volksbank BraWo im Immobilienbereich gearbeitet, Anfang 2010 die Proficon Immobilien GmbH gegrundet. Was haben Sie bei den beiden regionalen Bankhausern gelernt? Was waren die wichtigsten Erfahrungen?
Die Ausbildung zum Bankkaufmann mit anschließendem Betriebswirtschaftsstudium ist ein solides Fundament für meine heutige Tatigkeit als Immobilienberater, ebenso die kontinuierliche fachliche Weiterbildung im Immobilienbereich. Ich habe in all dieser Zeit wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ich meinen Kunden zur Verfügung stelle und in eine unabhängige Beratung mit einbringe.

Wie lautet Ihr Resümee nach fünf Jahren Selbstständigkeit? Was waren Ihre interessantesten Objekte und größten Erfolge?
Ich komme aus einem Unternehmerhaushalt und habe in 20 Jahren bei der NORD/LB und der Volksbank BraWo großes Vertrauen beider Häuser in meine Führungsverantwortung erhal- ten. Dieses Vertrauen habe ich in meine eigene Unternehmerschaft mitgenommen und kann deshalb mit Fug und Recht behaupten, meinen Traum von Unternehmergeist auch tatsächlich leben zu können, zum Nutzen meiner Kunden. Als unabhängiger Immobilienberater erbringe ich nun seit 2010 die Wertschöpfungskette im Immobilienbereich mit meinem Team noch individueller und kann auch Dienstleistungen erbringen, die es in den Banken bisher nicht gibt, z.B. die Honorarberatung. Zu den größten Erfolgen der Proficon GmbH gehört sicher die Mitwirkung bei dem Wohnungsprojekt „Prinzenpark“ in der Nußbergstraße, wo wir an der Entwicklung und dem Verkauf hochwertiger Eigentumswohnungen mit zwei namhaften Braunschweiger Bauträgern mitgewirkt haben.

Ihr Motto lautet „Immobilienberatung ist Kümmern“. Das machen Ihre Mitbewerber doch auch?
Entscheidend – auch im Vergleich mit Mitbewerbern – sind die tatsächliche Arbeitsweise und die konsequente Ausrichtung all unseren Tuns auf die Bedürfnisse unserer Kunden. Über 75 % unserer Aufträge bekommen wir mittlerweile auf Empfehlung – dieses Vertrauen bestärkt uns in unserem kundenorientierten Geschäftsmodell, denn bei Immobiliengeschäften wollen alle Kunden insbesondere Sicherheit, denn es geht immer um ihr Vermögen. Das ist fur uns Wertschätzung und Ansporn zugleich, jetzt und in Zukunft.

Christian Göttner


Ihr Immobilienmakler Mike Hübner hilft Ihnen gerne weiter.